Die Teigteilmaschine

Wohl eine der wichtigsten Maschinen in der Bäckerei ist die Teigteilmaschine. Sie ist unentbehrlich, weil sie eine große Arbeitserleichterung und damit Zeitersparnis gewährleistet.

Es gibt vielerlei Ausführungen, jedoch ist die Arbeitsweise bei allen gleich. Es gibt Maschinen mit 25-, 30- und 50facher Teilung; die gebräuchlichsten Maschinen sind die 30teiligen.

Vor der Erfindung dieser Maschine wurden die Teigstücke mit der Hand ausgewogen, immer zwei zusammen und diese wieder geteilt. So war es auch bei sorgfältigster Arbeit nicht möglich, gleichschwere Stücke zu erhalten. In der Teigteilmaschine wird ein Bruch, das sind 30 Stücke, gepreßt und in exakt gleiche Stücke geteilt. Braucht man größere Stücke, so werden zwei zusammengenommen.

Früher wurden die Teigstücke von Hand rundgewirkt, bei uns als Gliefen bezeichnet. Inzwischen gibt es die Teil- und Wirkmaschine, die alles in einem Arbeitsgang ausführt.

Wie wichtig früher die Brotmaße waren, zeigt folgende Abbildung, in der gezeigt wird, wie einst die Bäcker bestraft wurden, wenn das Brot nicht das richtige Gewicht hatte.

Oft wurden bei ganz geringen Vergehen Geschäftssperren verhängt, gar dem Gesellen, dem Meister oder der Meisterin ein Ohr abgeschnitten oder in einem Käfig an verkehrsreicher Straße ausgestellt. Die hier gezeigte Strafe war als Bäckertaufe in Nürnberg üblich.