Die Nudelmaschine

Die Teigwarenherstellung ist wie die Feinbäckerei eine artverwandte Sparte der Bäckerei. Als die ersten Teigwaren dürfen in unserem Raum die Spätzle bzw. Knöpfle angesehen werden, die eine Domäne der Hausfrauen waren. Das heutige Hauptnahrungsmittel Kartoffeln gibt es ja noch nicht lange und so kann man sich vorstellen, welche Bedeutung früher den Teigwaren zukam. Die zweite Stufe bei uns waren die Nudeln. Mehl, Eier, Salz, Wasser und etwas Essig gut durchgeknetet und mit einem Rundholz, "Wellholz", dünn ausgewellt und hernach in Streifen zu Gemüse- oder Suppennudeln geschnitten, waren die Grundlage zu einem Festessen.

Teigwalzmaschine

Nach und nach wurden die Teigwaren ein Ressort des Bäckerhandwerks, bis zur Industrialisierung und dem Entstehen der Teigwarenfabriken, die den größten Marktanteil hatten.

Als Nebenerwerb in den Bäckereien gab es bald handbetriebene Nudelmaschinen mit verstellbaren Walzen. Diese Walzen waren anfangs sogar aus Holz. Mit entsprechenden Schnittwalzen wurden die dünnen Teigbänder in Suppen- oder Gemüsenudeln geschnitten.

Diese Nudelart ist nachweisbar die beste und wird wohl besonders gefragt. Inzwischen gibt es Teigwarenpressen zur Herstellung von allen Teigwarensorten: Makkaroni, Spaghetti, Hörnchen, Spätzle, Muscheln und viele mehr.

Das Hauptproblem war vorwiegend die Trocknung der Teigwaren. Heute werden Teigwaren in den Produktionsstraßen ohne Berührung von Menschenhand voll verpackt ausgeworfen.

Diese Nudel- und Nudelschneidemaschine ist eine Leihgabe meines Lehrbetriebes Bäckerei Gottfried Müller, Emmendingen. Sie ist eine Einzelanfertigung und als Exponat besonders wertvoll.

Daneben sind die große elektrische Nudelmaschine von Bürk sowie einige kleinere Haushaltsmaschinen derselben Firma, wie sie in vielen Haushaltungen gebraucht werden, zu sehen.

 

Nudelschneidmaschine