Die Mehlsiebmaschine

Um das Mehl vor der Verwendung zu lockern und um Verunreinigungen zu entfernen, bediente man sich der Mehlsiebmaschine. Bei kleinen Mengen wird man immer noch das Rundsieb verwenden, wobei allerdings viel Mehl durch Verstaubung verlorengeht.

Sehr bald bediente man sich einer Bürstensiebmaschine. Sie besteht aus einem trichterförmigen Holzkasten mit einem darunter angebrachten Siebkasten, in dem ein halbrundes Blech- oder Drahtsieb angebracht ist. Durch die an einer Welle befindlichen Spiralbürsten, welche genau in das Sieb passen, wird das eingeschüttete Mehl durchgebürstet. Das gesiebte Mehl fällt dann in das darunter gestellte Gefäß. Diese Maschine ließ sich bequem über dem Mehlkasten, dem Trog oder Kübel aufsetzen.

Mehlsiebmaschine

Auch diese Maschine ist längst überholt. Elektrische Maschinen haben den Vorrang, wie etwa die ausgestellte fahrbare, höhenverstellbare Mehlsiebmaschine, die auch als Weckmehl- und Mandelmühle Verwendung findet.

Heute wird in den meisten Bäckereien das Mehl in den Containern gelagert, aus diesen gesiebt und in angemessenen Mengen in die Teigmaschinen befördert. Das geschieht durch Computer und Knopfdruck.

Bei kleinen Mengen Mehl, etwa für Tortenböden und Feingebäck, greift der Fachmann wie auch die Hausfrau immer noch zum althergebrachten Rundsieb.